Südafrika lässt sich sehr gut mit dem Auto erkunden und bereisen. Das Straßennetz ist dicht und gut ausgebaut. Entlang der Routen befindet sich ein ausgezeichnetes Netz an Tank- und Servicestellen.
Die Straßen – v.a. die Hauptverkehrsstraßen – sind gut ausgeschildert. Die nummerierten Nationalstraßen (N) sind nur zu einem kleinen Teil als Autobahnen ausgebaut, sie entsprechen meistens eher
den Bundesstraßen hierzulande. In gutem Zustand sind auch die meisten der ebenfalls nummerierten Regionalstraßen (R).
Allerdings muss man schon auch erwähnen, dass der Zustand, vor allem außerhalb des Western Capes, nicht immer sehr gut ist und dass die Instandhaltung nicht immer up-to-date ist und man schon mit
Schlaglöchern und ähnlichem rechnen muss.
Auf den 13 National Roads, die durch das Land führen sind nicht nur Autos unterwegs. Die Straßen werden von Fußgängern und auch hin und wieder von Tieren benutzt. Wenn man entsprechend aufmerksam fährt ergibt sich daraus ein durchaus lebendigeres Straßenbild als auf uns bekannten Straßen hierzulande.
Zu empfehlen ist es, nur tagsüber zu fahren und seine Unterkunft rechtzeitig vor Einbruch der Nacht zu erreichen. Ansonsten kann man sich schon mal etwas verloren vorkommen, insbesondere wenn man auch noch nicht weiß, wo man übernachten soll und die ein oder andere Unterkunft – oft weit voneinander entfernt – abklappern muss.
Für so Manche/n ist es vielleicht etwas ungewöhnlich, dass in Südafrika Linksverkehr vorherrscht. Da sich das Lenkrad auf der rechten Seite befindet schaltet man anstatt mit der rechten, eben mit der linken Hand. Vor allem im fließenden Verkehr reiht man sich schnell problemlos ein. Und es schadet auch nicht, wenn man eben am Anfang etwas öfters nach Links und Rechts Ausschau hält.
Entlang der National- und Regionalstraßen sowie in den Städten sind Tankstellen flächendeckend vorhanden. Die meisten sind rund um die Uhr geöffnet und bieten einen persönlichen Tankservice an,
bei dem man nicht einmal aussteigen muss, bezahlt wird in der Regel beim Tankwart. Es werden die Fenster geputzt und wenn gewünscht auch nach dem Wasser und Öl geschaut. Dafür muss man nichts
bezahlen, sollte aber schon ein bisschen Trinkgeld geben, zum Beispiel 5 Rand.
Früher haben Tankstellen keine Kreditkarten akzeptiert, dies ist heutzutage bei den meisten Tankstellen aber möglich.
Benzinkosten
Der Liter Benzin kostet derzeit (Frühjahr 2026) ca. 20,00 Rand, also ungefähr 1,00 Euro, mit entsprechenden Abweichungen nach oben und unten.
Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in Südafrika beträgt:
auf Autobahnen (National Road; Abkürzung „N“) 120 km/h,
auf Landstraßen (Route; Abkürzung „R“) 100 km/h,
in Ortschaften 60 km/h wenn keine anderen Limits angegeben sind.
in den Nationalparks auf den geteerten Straßen meistens 50 km/h, auf den Schotterpisten zumeist 40 km/h, was man aber aufgrund der Beschaffenheit eher selten ausreizen kann und im Sinne der
gewünschten Tierbeobachtungen auch nicht tun sollte.
Warnblicker als Dankeschön
Beim Überholen sind die Südafrikaner sehr hilfsbereit und kooperativ. Lassen es Strecke und Sichtverhältnisse zu, so benutzt das vorausfahrende Auto kurz den Sicherheitsstreifen und das aufrückende Fahrzeug überholt. Da die Südafrikaner ja ein freundliches Wesen haben, bedanken sie sich alle recht artig per Warnblinker, zumeist erhält man dann auch noch einen kurzen Aufblinker der Scheinwerfer im Sinne eines „gern geschehen“.
Das Anlegen von Sicherheitsgurten ist vorgeschrieben und die zulässige Alkoholgrenze beträgt 0,5 Promille…dass sollte man durchaus ernst nehmen; hier verstehen die ansonsten humorvollen Südafrikaner keinen Spaß.
Eine “Rechts-vor-Links”-Regelung gibt es in Südafrika nicht. Stoppen muss man, wenn ein entsprechendes Stopp-Schild es vorgibt oder eine durchgezogene Linie vor einem zu sehen ist. An „4-Way-Stop“-Stellen, also an Kreuzungen ohne eigene Regelung, gilt das Prinzip „Wer zuerst kommt, darf auch zuerst fahren“. Klingt zuerst mal etwas befremdlich, läuft aber in der Praxis sehr gut. Wenn man nicht ganz sicher ist, einfach Blickkontakt aufnehmen oder Handzeichen geben.
Für Südafrika wird ein internationaler Führerschein benötigt, auch wenn die meisten Mietwagenfirmen zur Anmietung eines Autos nur den – alten rosa oder neuen scheckkartenähnlichen – deutschen/europäischen Führerschein vorgelegt haben möchten.
Um spätere Probleme bei Verkehrskontrollen oder Unfallschäden zu vermeiden empfiehlt es sich also einen internationalen Führerschein mitzuführen. Diesen erhält man bei der Führerscheinstelle im Landratsamt.
Wenn Sie noch keinen neuen EU-Führerschein besitzen, sollten Sie den Internationalen Führerschein 6 Wochen vor Reiseantritt beantragen, da dieser registriert werden muss und nur in Verbindung mit dem EU-Führerschein ausgehändigt wird.
In Südafrika kommen dir beim Parken gerne sog. Car Guards zu Hilfe. Dies können angestellte Parkwächter sein, die sich zum Beispiel um öffentliche Parkplätze oder den Parkplatz eines Restaurants
kümmern oder eigenmächtig dazu berufene Parkwächter, die für ihre Hilfe ein Trinkgeld erwarten. So oder so, sollte man also immer etwas Kleingeld hierfür zur Verfügung haben, gängig sind 2 bis 5,
in der Regel aber nicht mehr als 10 Rand.
Gerade in größeren Städten wie Kapstadt wird es nunmehr aber immer offizieller, die Guards nutzen Kreditkartengeräte und die Tarife sind festgelegt.
Vereinzelt gibt es gebührenpflichtige Abschnitte auf den Nationalstraßen, vor allem rund um Johannesburg, im Western Cape lediglich am Huegenout Tunnel auf der N1 zwischen Paarl und
Worcester.
Die Bezahlung läuft automatisch über ein kleines Gerät im Auto, welches in der Regel alle Mietwagen eingebaut haben. Beim Durchfahren einer Mautstelle ertönt ein kurzes Piepen, die Abrechnung
erfolgt dann über die hinterlegte Kreditkarte.
Die weißen Transporter bzw. deren Fahrer kennen kein Pardon. Sie fühlen sich als Könige der Straßen und halten sich nur an wenige Regeln. Sie sind immer in Eile, halten unvermittelt und fahren ebenso rücksichtslos los. Um unnützen Diskussionen oder gar Unfälle zu vermeiden empfiehlt es sich, Abstand zu halten, Aufmerksam zu sein und sich nicht auf das Recht haben zu fokussieren. Lassen Sie sie ziehen!
Im Notfall ist die AA (Automobile Association of South Africa) landesweit zu erreichen. Die allgemeine Notrufnummer (gebührenfrei) lautet: 083-THEAA (083-84322)
Für Mitglieder anderer Automobilclubs (ADAC etc.) sind die meisten Dienstleistungen auch hier kostenlos.
Weitere Informationen unter www.aasa.co.za
Also, viel Spaß und gute Fahrt!
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